Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe

142. An Goethe

Jena, 18. Januar 1796

Wir haben dem armen Thiere, dem Michaelis, doch Unrecht gethan. Die neulich überschickten zehn Exemplare waren nur für die Mitarbeiter ad extra bestimmt; heute ist erst das eigentliche Paket, welches die Exemplarien für Sie, Herdern und mich enthält, angelangt, und dieses ist zwölf Tage über die Zeit unterwegs geblieben. Ich sende Ihnen daher hier noch drei Exemplare auf Atlas*. Die noch restirenden Bogen von den Epigrammen verschreibe ich mit der heutigen Post. Sollten Sie eins von den schlechtern Exemplarien überflüssig haben, so kann ich es bei dem Buchhändler wieder anbringen. Leben Sie recht wohl.

Sch.

Die Gesundbrunnen zu N. N.
Seltsames Land! Hier haben die Bäche Geschmack und die Quellen;
  Bei den Bewohnern allein hab’ ich noch keinen verspürt.

* Zwei Kalender bringt das Botenmädchen. Die Post nahm sie nicht an.

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