28. An Goethe

Jena, 3. Dezember 1794

Da ich eben einen Brief von Cotta erhalte, worin er wünscht und verspricht, noch vor Ende dieses Monats das erste Horenstück zu versenden, wenn es nicht an Manuscript fehle, so bitte ich Sie, mir die Erzählungen womöglich Freitags zu übersenden, wo ich sie abschicken kann. Sieben Tage lang bleiben die Briefe unterwegs, und noch zweymal so viele Zeit wird ohngefähr nöthig seyn, den Rest des Stücks abzudrucken und es zu broschiren. Leider sehe ich voraus, daß mein historischer Beitrag zu diesem Stück nicht wird fertig werden können, besonders da meine Unpäßlichkeit mir zwei Tage weggenommen hat, und die Ankündigung des Journals für das Publicum wohl auch mehrere Tage kosten dürfte. Indessen hoffe ich, daß diese Ankündigung selbst, welche dem ersten Stücke soll beigedruckt werden, einigermaßen zur Ergänzung dienen soll.

Da die Post sogleich abgeht, so habe ich nur so viel Zeit, um Ihnen für die Güte, mit der Sie meine Bemerkungen aufnahmen, und für den übrigen Inhalt Ihres Briefes von ganzem Herzen zu danken.

Schiller.

H 28 | S 28 | B 28

Kommentar hinzufügen | Trackback.

Ein Kommentar zu 28. An Goethe

Appendix-Blog » Blog Archiv » Entschleunigung schreibt:
11. Dezember 2009, um 9:27

[...] schreibt Schiller am 3. Dezember 1794 an Goethe. Er spricht dabei von Briefen die die Strecke Weimar – Jena urücklegen mussten, immerhin 23 km. [...]

Ihr Kommentar