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	<title>Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe</title>
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		<title>96. An Schiller</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 22:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ilmenau, 3. September 1795 Eben da ich Ihren Brief erhalte, geht eine Gelegenheit nach Weimar. Also einen schönen Gruß aus diesen stillen Gebirgen, in denen ich das schönste Wetter erlebt habe. Der Epigramm kommt zurück und ter ist in be verwandelt, so mag’s wohl noch hingehen. Der letzte Pentameter des 101. Epigramms mag heißen: Daß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Ilmenau, 3. September 1795</h6>
<p>Eben da ich Ihren Brief erhalte, geht eine Gelegenheit nach Weimar. Also einen schönen Gruß aus diesen stillen Gebirgen, in denen ich das schönste Wetter erlebt habe.</p>
<p>Der Epigramm kommt zurück und <em>ter</em> ist in <em>be</em> verwandelt, so mag’s wohl noch hingehen.</p>
<p>Der letzte Pentameter des 101. Epigramms mag heißen:</p>
<p>Daß die liebliche Frucht schwellend im Herbste gedeiht.</p>
<p>Das Mährchen wünschte ich getrennt, weil eben bei so einer Production eine Hauptabsicht ist, die Neugierde zu erregen. Es wird zwar immer auch am Ende noch Räthsel genug bleiben.</p>
<p>Zu dem Zug der Horen wünsche ich Glück; möge sich die Lust und Liebe des Publicums verdoppeln. Frau von Kalb und Ihrer lieben Frauen empfehlen Sie mich.</p>
<p>Sonntag Abend bin ich in Weimar und hoffe Sie bald zu sehen.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 98 | S 96 | B 96</div>
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		<title>95. An Goethe</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jena, 31. August 1795 Nur zwei Worte heute, Ihnen für Ihr Andenken aus Ilmenau zu danken. Es ist heute der Expeditionstag der Horen, wo ich immer viel zu schreiben haben, da ich die Pakete benutze, um Briefe einzuschließen. Zu einem kleinen „prosaischen“ Amüsement lege ich Ihnen den Extract der Subscriptionsliste für die Horen bei, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Jena, 31. August 1795</h6>
<p>Nur zwei Worte heute, Ihnen für Ihr Andenken aus Ilmenau zu danken. Es ist heute der Expeditionstag der Horen, wo ich immer viel zu schreiben haben, da ich die Pakete benutze, um Briefe einzuschließen.</p>
<p>Zu einem kleinen „prosaischen“ Amüsement lege ich Ihnen den Extract der Subscriptionsliste für die Horen bei, den mir Cotta heute gesendet hat.</p>
<p>Meinen und Herrn von Humboldts Brief, den ich Ihnen nebst den Horen-Paketen vorgestern nach Weimar gesendet, haben Sie, weil es ein großes Paket ist, wohl nicht erhalten. Es ist mir aber daran gelegen, auf einige Punkte daraus schnell Ihre Resolution zu erfahren.</p>
<p>1) Schlug ich Ihnen vor, ob wir das Mährchen nicht lieber auf einmal im zehnten Stück geben wollen. Das Publicum ist immer mit dem Abbrechen unzufrieden, und jetzt müssen wir es bei guter Laune erhalten. Für das neunte Stück weiß ich Rath; dieß darf Sie also nicht bestimmen, wenn Sie sonst nicht wünschen, daß es getrennt erscheint.</p>
<p>2) Fehlt zu dem 101. Epigramme der letzte halbe Pentameter:</p>
<blockquote><p>– – – Es deutet die fallende Blüthe dem Gärtner,<br />
Daß die liebliche Frucht –</p></blockquote>
<p>Wollen Sie mir diese zwei Punkte mit dem schnellsten beantworten?</p>
<p>Mögen Sie in dem stillen geschäftigen Kreis, wo Sie jetzt sind, recht zufrieden seyn, und sich unserer mit Liebe erinnern. Frau von Kalb ist seit einigen Tagen hier und bleibt noch einige Tage. Meine Frau grüßt Sie schönstens.</p>
<p>Sch.</p>
<p>N. S.<br />
In Nr. 29 steht <em>unterständig</em>, wovon ich nicht weiß, ob es Schreibfehler ist. Es geradezu dafür zu nehmen und <em>unverständig</em> dafür zu setzen, wäre in dem Contexte, worin es steht, eine zu große Commentators-Freiheit. Übrigens kenne ich kein solches Wort, wenn es wirklich unterständig heißen soll. Resolviren Sie baldmöglichst darauf.</p>
<div class="nummern">H 97 | S 95 | B 95</div>
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		<title>94. An Goethe</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 22:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jena, 29. August 1795 Das Mährchen ist bunt und lustig genug, und ich finde die Idee, deren Sie einmal erwähnten, „das gegenseitige Hülfleisten der Kräfte und das Zurückweisen auf einander,“ recht artig ausgeführt. Meiner Frau hat es viel Vergnügen gemacht; sie findet es im Voltaire’schen Geschmack, und ich muß ihr Recht geben. Übrigens haben Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Jena, 29. August 1795</h6>
<p>Das Mährchen ist bunt und lustig genug, und ich finde die Idee, deren Sie einmal erwähnten, „das gegenseitige Hülfleisten der Kräfte und das Zurückweisen auf einander,“ recht artig ausgeführt. Meiner Frau hat es viel Vergnügen gemacht; sie findet es im Voltaire’schen Geschmack, und ich muß ihr Recht geben. Übrigens haben Sie durch diese Behandlungsweise sich die Verbindlichkeit aufgelegt, daß alles Symbol sey. Man kann sich nicht enthalten in allem eine Bedeutung zu suchen. Die vier Könige präsentiren sich gar prächtig, und die Schlange als Brücke ist eine charmante Figur. Sehr charakteristisch ist die schöne Lilie mit ihrem Mops. Das Ganze zeigt sich überhaupt als die Production einer sehr fröhlichen Stimmung. Doch hätte ich gewünscht, das Ende wäre nicht vom Anfang getrennt, weil doch beide Hälften einander zu sehr bedürfen, und der Leser nicht immer behält, was er gelesen. Liegt Ihnen also nichts daran, ob es ganz oder getrennt erscheint, so will ich das nächste Stück damit anfangen; ich weiß zum Glück für das neunte Rath, und kommt dann das Mährchen im zehnten Stück auf einmal ganz, so ist es um so willkommener.</p>
<p>An dem Epigramm, das ich beilege, fehlt der Schuß. Seyen Sie so gütig, es mir mit ehester Gelegenheit zurückzuschicken.</p>
<p>Mit meiner Gesundheit geht es noch nicht viel besser. Ich fürchte, ich muß die lebhaften Bewegungen büßen, in die mein Poetisiren mich versetzte. Zum Philosophiren ist schon der halbe Mensch genug, und die andere Hälfte kann ausruhen; aber die Musen saugen einen aus.</p>
<p>Seien Sie herzlich gegrüßt zu Ihrem Geburtstag.</p>
<p>Sch.</p>
<p>N. S.<br />
An den Herzog habe ich noch kein Exemplar des achten Stücks gesendet. Sie sind wohl so gütig es zu besorgen.</p>
<p>Wenn Sie Herrn v. Humboldt zu schreiben haben, so kann ich den Brief einschließen.</p>
<div class="nummern">H 96 | S 94 | B 94</div>
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		<title>93. An Schiller</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 22:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ilmenau, 29. August 1795 Aus dem gesellig müßigen Carlsbad hätte ich in keine entgegengesetztere Existenz kommen können als in das einsam thätige Ilmenau. Die wenigen Tage die ich hier bin, sind mir sehr schnell verflossen, und ich muß noch acht Tage hier bleiben, wenn ich in den Geschäften nach Wunsch klar werden will. Ich war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Ilmenau, 29. August 1795</h6>
<p>Aus dem gesellig müßigen Carlsbad hätte ich in keine entgegengesetztere Existenz kommen können als in das einsam thätige Ilmenau. Die wenigen Tage die ich hier bin, sind mir sehr schnell verflossen, und ich muß noch acht Tage hier bleiben, wenn ich in den Geschäften nach Wunsch klar werden will. Ich war immer gerne hier und bin es noch; ich glaube es kommt von der Harmonie in der hier alles  steht: Gegend, Menschen, Klima, Thun und Lassen. Ein stilles mäßiges ökonomisches Streben, und überall der Übergang vom <em>Handwerk</em> zum <em>Maschinenwerk</em>, und bei der Abgeschnittenheit ein größerer Verkehr mit der Welt als manches Städtchen im flachen zugänglichen Lande. Noch habe ich auch keine Idee gehabt, als die hierher paßte, es war aber sehr nothwendig, daß ich das Pensum vor Winters absolvirte. Leben Sie recht wohl in andern Regionen und gedenken mein mit den Ihrigen.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 95 | S 93 | B 93</div>
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		<title>92. An Schiller</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 22:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weimar, 24. oder 25. August 1795 Morgen frühe gehe ich mit Geh. Rath Voigt nach Ilmenau und würde bei meinen Streifereien noch heiter seyn, wenn ich Sie zu Hause wohl und nicht so oft durch Krankheit an so manchem Guten gehindert wüßte. Meyer grüßt. Ich wünsche zu vernehmen, daß der gute Effect des Mährchens nachgekommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Weimar, 24. oder 25. August 1795</h6>
<p>Morgen frühe gehe ich mit Geh. Rath Voigt nach Ilmenau und würde bei meinen Streifereien noch heiter seyn, wenn ich Sie zu Hause wohl und nicht so oft durch Krankheit an so manchem Guten gehindert wüßte. Meyer grüßt. Ich wünsche zu vernehmen, daß der gute Effect des Mährchens nachgekommen ist und die Folge den anfänglichen bösen Eindruck wieder ausgelöscht hat. Wenn ich Ihnen Lebewohl sage, so heißt das immer: gebrauchen Sie wie bisher der guten Stunden zu unsrer Freude.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 94 | S 92 | B 92</div>
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		<title>91. An Schiller</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 22:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weimar, 22. August 1795 Es freut mich daß meine kleine Gabe zur rechten Zeit kam. Die erste Hälfte des Mährchens sollte nach meiner Rechnung auch ins neunte Stück kommen; in wiefern es nöthig oder thunlich sey, wollen wir Montags berechnen, da ich Sie mit Meyern zu besuchen gedenke. Abends geh ich zurück, denn Mittwochs muß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Weimar, 22. August 1795</h6>
<p>Es freut mich daß meine kleine Gabe zur rechten Zeit kam. Die erste Hälfte des Mährchens sollte nach meiner Rechnung auch ins neunte Stück kommen; in wiefern es nöthig oder thunlich sey, wollen wir Montags berechnen, da ich Sie mit Meyern zu besuchen gedenke. Abends geh ich zurück, denn Mittwochs muß ich endlich nach Ilmenau, von da ich etwa in acht Tagen zurückkomme.</p>
<p>Nur soviel zur Nachricht. Die Botenweiber packen ein.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 93 | S 91 | B 81</div>
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		<title>90. An Goethe</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 22:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[1795]]></category>

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		<description><![CDATA[Jena, Freitag Abends, 21. August 1795 Ich erinnere mich, wie ich einmal vor sieben Jahren in Weimar saß und mir alles Geld bis etwa auf zwei Groschen Porto ausgegangen war, ohne daß ich wußte woher neues zu bekommen. In dieser Extremität denken Sie sich meine angenehme Bestürzung, als mir eine längst vergessene Schuld der Literatur-Zeitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Jena, Freitag Abends, 21. August 1795</h6>
<p>Ich erinnere mich, wie ich einmal vor sieben Jahren in Weimar saß und mir alles Geld bis etwa auf zwei Groschen Porto ausgegangen war, ohne daß ich wußte woher neues zu bekommen. In dieser Extremität denken Sie sich meine angenehme Bestürzung, als mir eine längst vergessene Schuld der Literatur-Zeitung an demselben Tage übersendet wurde. Das war in der That Gottes Finger, und das ist auch Ihre heutige Mission. Ich wußte in der That nicht, was ich Cottaen, der Manuscript für das neunte Stück nöthig hat, heute senden sollte; und Sie als ein wahrer Himmelsbote senden mir zwar nur etwa einen halben Bogen, aber doch genug, um mit dem Apollo einen ganzen auszumachen.</p>
<p>Ich werde kaum Zeit haben dieses Manuscript noch zu lesen, ob ich es gleich in orthographischer Rücksicht sorgfältig durchlaufen will.</p>
<p>Auf Ihr Mährchen freue ich mich sehr, denn es scheint unter sehr guten Auspicien zur Welt zu kommen.</p>
<p>Herders Abhandlung soll mir auch eine recht angenehme Apparition seyn.</p>
<p>Humboldt begrüßt Sie. Ich werde Ihnen allerlei Curiosa, die Horen und auch etwas den Meister betreffend, zu erzählen haben, wenn Sie hieher kommen, welches ich bald zu thun herzlich bitte.</p>
<p>Leben Sie recht wohl.</p>
<p>Sch.</p>
<div class="nummern">H 92 | S 89 | B 89</div>
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		<title>89. An Schiller</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 22:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[1795]]></category>

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		<description><![CDATA[Weimar, 21. August 1795 Mehr ein Übersprung als ein Übergang vom bürgerlichen Leben zum Mährchen ist mein diesmaliger Beitrag geworden. Nehmen Sie damit vorlieb. Herders Homer, den ich so eben mit Meyern gelesen, ist fürtrefflich gerathen und wird den Horen zu großem Schmucke gereichen; ich will treiben daß Sie den Aufsatz morgen mit den Botenweibern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Weimar, 21. August 1795</h6>
<p>Mehr ein Übersprung als ein Übergang vom bürgerlichen Leben zum Mährchen ist mein diesmaliger Beitrag geworden. Nehmen Sie damit vorlieb.</p>
<p>Herders Homer, den ich so eben mit Meyern gelesen, ist fürtrefflich gerathen und wird den Horen zu großem Schmucke gereichen; ich will treiben daß Sie den Aufsatz morgen mit den Botenweibern erhalten. Die erste Portion des Mährchens erhalten Sie vor Ende des Monats. Leben Sie recht wohl.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 91 | S 89 | B 89</div>
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		<title>88. An Schiller</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 22:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weimar, 18. August 1795 An dem Hymnus, der hierbei folgt, habe ich soviel gethan als die Kürze der Zeit und die Zerstreuung, in der ich mich befinde, erlauben wollen. Den Beschluß der Geschichte und den Übergang zum Mährchen übersende ich baldmöglichst, ich glaube aber nicht, daß es einen gedruckten Bogen ausfüllen wird. Zu dem Mährchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Weimar, 18. August 1795</h6>
<p>An dem Hymnus, der hierbei folgt, habe ich soviel gethan als die Kürze der Zeit und die Zerstreuung, in der ich mich befinde, erlauben wollen. Den Beschluß der Geschichte und den Übergang zum Mährchen übersende ich baldmöglichst, ich glaube aber nicht, daß es einen gedruckten Bogen ausfüllen wird. Zu dem Mährchen selbst habe ich guten Muth; es unterhält mich und wird also doch auch wohl einigermaßen für andere unterhaltend seyn.</p>
<p>Ihr Zeugniß, daß ich mit meinem siebenten Buche wenigstens glücklich vor der Klippe vorbeigeschifft bin, ist mir von großem Werthe, und Ihre weitern Bemerkungen über diese Materie haben mich sehr erfreut und ermuntert. Da die Freundin des sechsten Buchs aus der Erscheinung des Oheims sich nur so viel zueignet, als in ihren Kram taugt, und ich die christliche Religion in ihrem reinsten Sinne erst im achten Buche in einer folgenden Generation erscheinen lasse, auch ganz mit dem, was Sie darüber schreiben, einverstanden bin, so werden Sie wohl am Ende nichts wesentliches vermissen, besonders wenn wir die Materie noch einmal durchsprechen.</p>
<p>Freilich bin ich sehr leise aufgetreten, und habe vielleicht dadurch, daß ich jede Art von Dogmatisiren vermeiden und meine Absichten völlig verbergen wollte, den Effect auf’s große Publicum etwas geschwächt; es ist schwer in solchen Fällen den Mittelweg zu halten.</p>
<p>Leben Sie recht wohl; Meyer grüßt Sie vielmals. Sagen Sie der lieben Frau, daß sie meine symbolischen Nadeln gesund brauchen und verlieren möge. Nächstens mehr.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 90 | S 88 | B 88</div>
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		<title>87. An Schiller</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 22:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Giesbert Damaschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[1795]]></category>

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		<description><![CDATA[Weimar, 17. August 1795 Hierbei überschicke ich einige Stücke Horen, die ich überflüssig habe. Können Sie mir dagegen gelegentlich Nr. I. und II. auf Schreibpapier, und Nr. IV. auf holländisch Papier verschaffen, so wären meine übrigen Exemplare complet. Da Meyer nun sich zur Abreise anschickt, werden wir Sie bald möglichst besuchen, um uns Ihren Rath [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Weimar, 17. August 1795</h6>
<p>Hierbei überschicke ich einige Stücke Horen, die ich überflüssig habe. Können Sie mir dagegen gelegentlich Nr. I. und II. auf Schreibpapier, und Nr. IV. auf holländisch Papier verschaffen, so wären meine übrigen Exemplare complet.</p>
<p>Da Meyer nun sich zur Abreise anschickt, werden wir Sie bald möglichst besuchen, um uns Ihren Rath und Segen zu erbitten.</p>
<p>Grüßen Sie die liebe Frau und leben recht wohl.</p>
<p>G.</p>
<div class="nummern">H 89 | S 87 | B 87</div>
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