749. An Schiller

Weimar, den 16. April 1800

Da sich die Weissagungen des Bakis so wunderbarer Weise bei Ihnen gefunden haben, so möchte ich fragen ob nicht auch etwa das kleine jugendliche Gesellschafts- oder Schäferstück von mir bei Ihnen zu finden ist? In welchem Fall ich es mir erbitte.

Was haben Sie heute Abend vor?

Schelling ist hier, ich konnte ihn aber nicht einladen, weil ich heute wegen häuslicher Umstände keine Gäste haben kann.

Morgen Abend sind Sie mit Ihrer lieben Frau zu einem kleinen Concert eingeladen.

Der Teufel den ich beschwöre gebärdet sich sehr wunderlich.

G.

[Bald hätte ich das Beste vergessen.

Erzeigen Sie mir doch das Vergnügen morgen Mittag bei mir zu speisen.]*

H 742 | S 739 | B 742

* Nicht bei H.

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748. An Schiller

[Weimar, 11. April 1800]

Es wäre mir erfreulich geworden, wenn Sie hätten kommen können. Es wird wieder musiziert.

Cottas Freiheit ist mir sehr angenehm. Ich habe einen Brief von ihm über Faust, den Sie mir wahrscheinlich zugezogen haben. Wofür ich aber danken muß. Denn wirklich habe ich auf diese Veranlassung das Werk heute vorgenommen und durchdacht. leben Sie recht wohl.

G.

H – | S 738 | B 741

Nicht bei H, zitiert nach S

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747. An Goethe

[Weimar, den 11. April 1800]

Es ist durch einen jungen Schweizer, der von Tübingen kam, Nachricht von Cotta da. Er wurde wirklich nach Stuttgart transportirt, kam aber gleich den andern Tag wieder auf freien Fuß, um seine Geschäfte betreiben zu können, nachdem Caution für ihn geleistet worden. Er wird auch die Messe beziehen.

Leben Sie recht wohl für heute. Ich habe diesen Abend Besuch im Hause und kann deßwegen nicht selbst kommen.

Sch.

H 736 | S 737 | B 740

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746. An Schiller

Weimar, den 10. April 1800

Das Telescop folgt hierbei. Es war eine Zeit, wo man den Mond nur empfinden wollte, jetzt will man ihn sehen; ich wünsche daß es recht viel Neugierige geben möge, damit wir die schönen Damen nach und nach in unser Observatorium locken.

Wenn Sie die Musik von Macbeth noch bei sich haben, so bringen Sie doch solche Nachmittag mit, sowie auch das Pförtnerlied.

Ich wünsche daß die Wirkung der gestrigen Musik diesen Morgen noch nachklingen möge.

G.

H 741 | S 736 | B 739

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745. An Goethe

[Weimar, den 5. April 1800.]

Ins Schauspiel gehe ich heute auf keinen Fall. Wenn Sie aber hineingehen, so will ich vorher noch zu Ihnen kommen; zwischen drei und fünf Uhr, wenn Sie mir’s nicht absagen lassen. Morgen Mittag werde ich mich einfinden, wenn ich mich nur irgend wohl befinde.

Ich stecke jetzt ganz in meinem Geschäft, und suche, da ich eine leidliche Stimmung habe, so weit zu kommen als möglich ist.

Leben Sie recht wohl.

Sch.

H 735 | S 735 | B 738

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