695. An Schiller

Weimar, den 20. Dezember 1799

Wenn Sie mich heute Abend um sechs Uhr besuchen und zu Tische bei mir bleiben mögen, so wird es mir sehr erfreulich seyn.

G.

H 687 | S 685 | B 688

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694. An Schiller

Weimar, den 17. Dezember 1799

Der Herzog und die Herzogin werden heute den Thee bei mir nehmen und der Vorlesung des Mahomets ein, wie ich hoffe, günstiges Ohr leihen. Mögen Sie dieser Function beiwohnen, so sind Sie schönstens eingeladen.

G.

H 686 | S 684 | B 687

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693. An Goethe

Weimar, den 15. Dezember 1799

Da ich Sie gestern nicht in der Komödie gesehen, so wünschte ich zu wissen, wie es heute mit Ihnen steht, und ob Sie etwas Abends ein wenig zu mir kommen möchten.

G.

H 685 | S 682 | B 686

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692. An Schiller

Weimar, den 11. Dezember 1799

Ich danke für das was Sie mir über das Stück sagen wollen. ich bin völlig damit einverstanden. Je weiter man kommt, je weniger gefällt’s.

Ich bin heute bei der Herzogin Mutter zur Tafel, nachher lass’ ich bei Ihnen anfragen ob Sie zu Hause sind.

G.

H 683 | S 681 | B 685

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691. An Goethe

Weimar, den 10. Dezember 1799

Das Stück folgt hier zurück; das beste, was zu seinem Vortheil gesagt werden kann, ist gestern gesagt worden. Je tiefer man in die Handlung hineinkommt, desto schwächer erscheint das Werk. Die Motive sind schwach, zum Theil sehr gemein und plump. Antonius ist gar zu einfältig, und es ergibt sich aus der Vorrede, daß der Dichter diesen Einwurf voraussah, und sonderbar genug sich durch die Zeugnisse der Geschichte entschuldigt glaubte. Cleopatra ist nur widerwärtig, ohne Größe, selbst Octavia begreift man nicht; das Motiv mit den Kindern kommt immer wieder, in jeder Gestalt, und muß die Armuth an andern Mitteln ersetzen.

Es bleibt also bei unserm gestrigen Ausspruch, der rednerische Theil ist brav, der poetische und dramatische insbesondere wollen nicht viel heißen.

Sch.

H 682 | S 680 | B 684

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